Japan

Alles, aber nur nicht rechteckig …

ArpadKunzfeld-72s-2242

Foto: Arpad Kunzfeld,2016
Motiv: Cocoon Tower (Westansicht), Shinjuku, Tokyo
Architekt: Kenzo Tange Associates, 2008

 

Unter der Vorgabe „Alles, aber nur nicht rechteckig“ reichte das Architekturbüro Kenzo Tange einen Entwurf für einen weiteren Wolkenkratzer in Shinjuku in Tokyo ein und gewann auch die Ausschreibung. Kenzo Tange Associates, das für seine senkrechten Linien bekannt war, beging damit neue Wege und stellte ein Gebäude hin, dass einem Kokon gleicht. Bescheidene 204 Meter hoch, wurde es 2008, 3 Jahre nach dem Tod des Firmengründers von Kenzo Tange Associates fertig gestellt und obwohl ich diese Ecke von Shinjuku sehr gut kenne, ist mir die Baustelle für dieses einzigartigen Gebäudes an mir sichtlich vorbei gegangen.

Das Gebäude beherbergt heute verschiedene Fachhochschulen, unter anderem eine der führenden Modeschulen Japans. An dieser Schule wird die neue Generation von Modedesignern ausgebildet bis sie aus dem „Kokon schlüpfen“ darf, um ihren Weg in der Modebranche zu verfolgen.

Weitere Bilder von diesem Projekt findet ihr auch unter book-and-picture picture projects.

 

Inhalt und Foto: copyright by Arpad Kunzfeld

Das Intercontinental in Yokohama

Intercontinental Yokohama

Foto: Arpad Kunzfeld
Motiv: Intercontinental Hotel in Yokohama, Japan

 

Japan ist ein Land der architektonischen Gegensätze. Auf der einen Seite gibt es die alten Tempelbauten von beispielsweise Kyoto, dazu im krassen Gegensatz die hoch modernen Gebäuden von Tokyo, oder anderen japanischen Metropolen. Ein Gebäude der ganz besonderen Art ist das Intercontinental Grand Hotel in Yokohama. Gleich dem Bug eines Schiffes ragt das Gebäude unmittelbar an der Tokyo Bay in den Himmel. Beindruckend wird der Blick auf das Hotel, wenn die Lichter angehen und der Himmel dunkel wird. Reflexionen im Wasser, Licht-Schattenspiel an der Fassade und die niederen Gebäude daneben als Kontrast bestimmen diese Szene.

Am Tag der Aufnahme – es war Ende Februar – fegte eine stürmische Brise von der Tokyo Bay landwärts. Jetzt kommt es darauf an, dass das Stativ stabil steht und dem Wind trotzt, denn bereits kleinste Bewegungen werden später sichtbar. Hier zeigt sich die Qualität des Statives, seine Steifigkeit, seine Möglichkeit beschwert zu werden, denn diese Einflussgrößen bestimmen letztendlich die Schärfe der Aufnahme. Belichtungszeiten um 1 Sekunde, niedrige Sensorempfindlichkeit und ein Blendenwert im Bereich der effektiven Blende sind die Belichtungsparameter an der Kamera bevor die finalen Einstellungen an der Shift-Optik gemacht werden. Denn Architektur verlangt nach exakter Ausrichtung und stürzenden Linien sind tabu. Daher komplettieren eine horizontal ausgerichtete Kamera und das um einige Grad verschobene Tilt-Sift-Objektiv die Einstellungen, bevor die Spiegelvorauslösung und der Auslöser gedrückt werden.

 

copyright by book-and-picture