Bergbau

Dominik Ofner & Die Band

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Foto: Marina Kunzfeld
Lichtführung: Arpad Kunzfeld
Motiv: „Dominik Ofner & Die Band“, Promotion-Foto-Shooting, Sunfixlhöhle, Gemeinde Kainach, Bezirk Voitsberg

 

Dominik Ofner & Die Band ist eine junge aufstrebende Band aus dem Genre des Heavy Schlagers. Beheimatet im Bezirk Voitsberg, war es den 5 Vollblutmusikern Dominik Ofner, Martin Söls, Wolfgang Platzer, Dominik Hemmer und Stephan Ritz wichtig ihre heimatlichen Wurzeln und „Heavy Schlager“ in den Promotion Fotos miteinander zu verbinden. Bei der Suche nach einer geeigneten Location für ein „Heavy“ Shooting stießen wir auf die „Sunfixlhöhle“ in der Gemeinde Kainach, einem alten, historischen Mühlstein- und Wetzsteinabbau, der heute als Schaubergwerk Besucher in die unterirdische Welt des Bergbaues entführt. Für Shootings ideal ausgestattet mit 230 V Steckdosen präsentierte sich der alte Bergbau in einem extrem trockenen und sehr sauberen Zustand. Aus diesem Grund konnten wir sogar unsere mobile Multiblitz Studioblitzanlage aufbauen und liefen dabei nicht Gefahr diese durch Tropfwasser der Zerstörung auszusetzen. Geile Aufnahmen mit den gewünschten Heavy-Licht-Situationen waren das Ergebnis. Weitere Bilder von diesem Shooting findet ihr auch unter book-and-picture picture projects.

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Im lichtleeren Raum

Untertage-Fotografie bei der man sowohl hinter der Kamera, als auch vor der Kamera steht ist eine besondere Herausforderung, vor allem dann, wenn man noch gleichzeitig auch als Assistent fungiert. Oder mit anderen Worten ausgedrückt, wenn man zur Gänze allein arbeitet. Einmal muss man massenhaft Ausrüstung über lange Strecken transportieren, denn die alten Stollen sind ja nicht neben einem Parkplatz sondern sind irgendwo in steilen und bewaldeten Gräben oder anderen unzugänglichen Gebieten. Und da sind es gleich einmal 15 bis 20 „Kilo“, die am Rücken hängen – neben der Kamera, Objektive, mehrere Stative, ein Duzend Systemblitze, Massen an Akkus, Fernsteuerungen, diverse Lampen von Karbid bis LED, Höhlenbekleidung und Entfernungsmessgeräte. Zum anderen ist es dann die Enge und Dunkelheit eines mittelalterlichen Bergwerks, die eine weitere Hürde darstellt – ein schmutziges, feuchtes, aber auch inspirierendes und abenteuerliches Foto-Studio auf Zeit. Es gibt nur den mitgebrachten Strom in Form von Akkus, Wasser kann über Knie hoch stehen, Wasser tropft auch von der Decke oder Firste, Stiefel und Stativbeine versinken im Morast, ein sauberer, weißer Reflektor wird in Minuten zu einer braunen Fläche, der Licht schluckt anstelle dieses zu reflektieren. Und wenn alles Licht abgedreht ist, dann sind auch alle Photonen dahin – es herrscht absolute Dunkelheit – „lichtleerer Raum“. In dieser Umgebung gilt es ein Motiv zu erfassen, eine Kamera auszurichten, auf einen in der Dunkelheit verborgenen Punkt scharf zu stellen, Licht zu setzen und noch als Model zu agieren. Man erspart sich zwar ein Model Release unterschreiben zu lassen, dafür erfordert es Einfallsreichtum in der eigenen Position vor der Kamera. Es gilt sich imaginäre Punkte und Linien zu merken, Systemblitze mit dem Körper geschickt abzudecken, trotzdem aber so viel Licht vorbei zu lassen, dass das mittelalterliche Flair erhalten bleibt. Man darf keine Angst vor Spinnen und Fledermäusen haben, auch nicht schmutzig zu werden, man muss nur die „Gerätschaft“ schützen, unnötige Objektivwechsel vermeiden und es muss Spaß machen unter diesen erschwerten Bedingungen zu arbeiten. Mehr dazu unter www.bildertagebuch.at

 

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Foto: Arpad Kunzfeld
Motiv: Unterer Carolus-Stollen, historischer Bergbau bei Großstübing